Nachgefragt: Im Interview erzählt Yves Gräzer, Standortleiter Corenta AG Basel, welchen Vorteil es hat, die gleiche Sprache zu sprechen.
Yves Gräzer, seit einem Jahr ist die Corenta AG in Basel präsent. Wie hast du den Aufbau des neuen Standorts erlebt?
Natürlich war es für uns eine Herausforderung, neben den laufenden Projekten geeignete Räumlichkeiten zu finden, den administrativen Aufwand zu bewältigen und einen Büroeröffnungsevent zu organisieren. Aber es war spannend. Und es ist in kurzer Zeit enorm viel passiert.
Ein Teil des Teams kannte sich schon. Inwiefern war das ein Vorteil?
Unser Kernteam in Basel arbeitete früher schon zusammen. Wir kennen uns in- und auswendig. Das hilft. Zudem waren wir mit einigen Projekten und Kunden bereits vertraut und haben uns intensiv vorbereitet. Dennoch besteht immer ein gewisses Risiko. Man weiss erst, ob ein Neuanfang funktioniert, wenn es losgeht. Und das Team am Standort Zürich hat sehr viel Administratives erledigt.
Die Anzahl Mitarbeiter in Basel hat sich bereits verdoppelt. Wie geht es weiter?
Wir sind acht Personen und schon bald fängt ein weiterer Mitarbeiter an. Die passenden Leute zu finden, ist eine wichtige Aufgabe. Bei der Corenta AG arbeiten wir Hand in Hand. Es muss fachlich und vor allem menschlich stimmen. Dass wir es in einem Jahr so weit gebracht haben und trotz Aufbau des zweiten Standorts sämtliche Projekte wie geplant mit hohen Qualitätsansprüchen realisieren konnten, ist dem Engagement aller Mitarbeitenden zu verdanken.
Das klingt, als wurden Ressourcen optimal eingesetzt und Synergien genutzt.
Ja, der Wissenstransfer ist für uns entscheidend – auch zwischen den beiden Gewerken Elektro und Gebäudeautomation. Das ist oft schwer zu differenzieren.
Woran liegt das?
Salopp gesagt geht es bei beiden, Elektro (E) und Gebäudeautomation (GA), um Strom. In der Tat ist es meistens eine Frage der Schnittstelle, was zur Elektrotechnik und was zur Gebäudeautomation gehört. Beide sind voneinander abhängig: Elektro erarbeitet die Grundlagen, welche die GA braucht und die GA erarbeitet die Grundlagen, die Elektro benötigt. Überschneidungen entstehen bereits bei der Planung.
Warum?
Bei der Gebäudeautomation geht es um die Steuerung sämtlicher Komponenten (Heizung, Lüftung, Klima, Licht, Beschattung) im Gebäude. Da immer mehr Produkte in ein System eingebunden werden können, bieten teilweise auch Licht‑, Beschattungs- oder HLK-Planer an, die Komponenten zu automatisieren. Mit zunehmender Digitalisierung wird die Klärung der Schnittstellen noch wichtiger.
Wie geht die Corenta AG damit um?
Wir sind Ansprechpartner für Elektro und Gebäudeautomation und bieten durch unsere langjährige Erfahrung in beiden Gebieten auch übergeordnete Mandate wie die Gesamtleitung EMSR an. Die Gewerke gehören am Ende immer zusammen, es gibt viele Abhängigkeiten und es braucht eine klare Kommunikation. Deshalb ist es von Vorteil, gerade bei komplexen Projekten, wenn wir unser Know-how frühzeitig einbringen und die Daten auch gewerkübergreifend nutzen können.
Zurück zum Standort Basel: Welche Vorteile ergeben sich daraus?
Es gab schon Basler Generalplaner, die meinten: «Cool, endlich mal jemand, der die gleiche Sprache spricht» (lacht). Aber Spass beiseite. Hier präsent zu sein, kann ein Vorteil sein. Wir hatten auch schon Anfragen, bei denen explizit nach einem Anbieter in Basel gesucht wurde. Zudem gibt es in der Stadt und in der Region viele grosse und spannende Projekte.
Also erhält der zweite Standort auch wegen des Baaseldytsch Sympathiepunkte?
Nein. Natürlich sind nun die Wege kürzer und Termine vor Ort auch kurzfristig möglich. Letztlich ist es aber eine Frage der Firmenkultur. Die Corenta AG hat schon immer Wert auf den persönlichen Kontakt gelegt – das geht auch in Züridütsch – und wird dies auch weiterhin tun.




