Was uns bewegt

17. November 2025

LO(H)Nenswert!

Nach­ge­fragt: Im Inter­view spricht Yves Grä­zer über Chan­cen und Risi­ken, alte LON-Bus-Sys­te­me zu erset­zen. Und dar­über, war­um sich eine sorg­fäl­ti­ge Pla­nung und Pro­jekt­part­ner­wahl auf jeden Fall lohnt.


 

Yves Grä­zer, vie­ler­orts wer­den der­zeit alte LON-Bus-Sys­te­me ersetzt. Wes­halb ist das The­ma so aktuell?

LON (Local Ope­ra­ti­on Net­work) ist eine Netz­werk­tech­no­lo­gie aus den 90er Jah­ren. Im Lau­fe der Zeit hat sich die Digi­ta­li­sie­rung für Gebäu­de­au­to­ma­ti­ons­an­la­gen wei­ter­ent­wi­ckelt und die LON-Tech­no­lo­gie kann mit den neu­en Anfor­de­run­gen nicht mit­hal­ten, wes­halb vie­le Kom­po­nen­ten den End of Life-Sta­tus erreicht haben. Das bedeu­tet, dass kei­ne Updates und Ersatz­tei­le mehr zur Ver­fü­gung ste­hen oder Sys­tem­be­trei­ber den Sup­port einstellen.

Kommt die Umstel­lung plötzlich?

Nein, Unter­neh­mer haben dies bereits vor eini­gen Jah­ren kom­mu­ni­ziert und den Kun­din­nen und Kun­den wur­den Sicher­heits­ga­ran­tien bezüg­lich Pfle­ge und Ser­vice für eine gewis­se Zeit gewährt. Vie­ler­orts ist die­se Über­gangs­frist nun aber vor­bei und es muss eine Ablö­sung der Raum­au­to­ma­ti­ons­sys­te­me erfolgen.

Was wird kon­kret gemacht?

Das bedeu­tet, dass in bestehen­den Gebäu­den alte Kom­po­nen­ten durch moder­ne Sys­te­me ersetzt wer­den müs­sen. In der Steue­rung kom­ple­xer Gebäu­de­ma­nage­ment­sys­te­me hat sich unter ande­rem die IP-basier­te BAC­net-Tech­no­lo­gie durch­ge­setzt. Vor­tei­le sind die höhe­re Über­tra­gungs­ge­schwin­dig­keit sowie die ein­fa­che­re Inte­gra­ti­on und natür­lich der garan­tier­te Support.

Kön­nen eini­ge Kom­po­nen­ten über­nom­men werden?

Das ist teil­wei­se mög­lich. Aber ob ein kom­plet­ter Sys­tem­wech­sel oder klei­ne­re Ände­run­gen mit Instal­la­ti­ons­an­pas­sun­gen nötig sind, hängt von der Kom­ple­xi­tät des Gebäu­des und der Nut­zungs­art ab. Zu beach­ten ist, dass Teil­lö­sun­gen manch­mal zu kom­pli­zier­te­ren War­tun­gen füh­ren. Zudem wird durch die Wei­ter­ent­wick­lung und die Inves­ti­ti­on in neue Tech­no­lo­gien das Know-how über alte Tech­no­lo­gien und Sys­te­me zuneh­mend verschwinden.

Was raten Sie Faci­li­ty Mana­gern, Lie­gen­schafts­ver­wal­tern oder ande­ren Per­so­nen, die für den tech­ni­schen Gebäu­de­un­ter­halt zustän­dig sind?

Ein Gespräch mit jeman­dem, der sich mit elek­tro­tech­ni­schen Anla­gen und der Gebäu­de­au­to­ma­ti­on aus­kennt. Dafür sind wir da. Wir machen eine Bestands­auf­nah­me und eine sorg­fäl­ti­ge Pla­nung. Das ist wich­tig, weil die Arbei­ten meist bei lau­fen­dem Betrieb erfol­gen. Für die Gebäu­de­nut­zer darf der Wech­sel nicht spür­bar sein. Je nach Bran­che – wenn bei­spiels­wei­se in einem Phar­ma­un­ter­neh­men die Lüf­tung aus­steigt – kön­nen Aus­fäl­le für das Per­so­nal, die Infra­struk­tur oder Pro­ben schwer­wie­gen­de Fol­gen haben.

Sind Unwis­sen und die Sor­ge vor Arbeits­un­ter­brü­chen Grün­de, war­um ein Sys­tem­wech­sel häu­fig hin­aus­ge­scho­ben wird?

Gut mög­lich, dass dies Grün­de dafür sind. Aber gera­de, wenn Betrei­ber und Eigen­tü­mer kein Risi­ko ein­ge­hen möch­ten, ist eine recht­zei­ti­ge Bera­tung wichtig.

Wie mei­nen Sie das?

Das Risi­ko eines Aus­falls steigt, wenn die Sys­te­me nicht mehr dem heu­ti­gen Stan­dard ent­spre­chen. Das kann durch aus­blei­ben­de Updates oder feh­len­de Ersatz­tei­le pas­sie­ren. Stö­run­gen erfol­gen immer zum denk­bar ungüns­tigs­ten Zeit­punkt. Des­halb erhö­hen eine früh­zei­ti­ge Pla­nung und recht­zei­ti­ges Han­deln die Betriebs­si­cher­heit in jedem Fall. Auch eine Zweit­mei­nung kann Klar­heit brin­gen, um die pas­sen­de Lösung zu finden.

Wel­che Chan­cen bringt ein Sys­tem­wech­sel noch mit sich?

Neue Kom­po­nen­ten schaf­fen mehr Mög­lich­kei­ten und erhö­hen die Ener­gie­ef­fi­zi­enz. Zudem ist eine Inves­ti­ti­on in die Infra­struk­tur immer eine Wert­stei­ge­rung. Bei Coren­ta AG set­zen wir auf nach­hal­ti­ge und sinn­vol­le Lösun­gen. Eine rea­lis­ti­sche Kos­ten- und Ter­min­pla­nung gehört für uns genau­so dazu wie die per­sön­li­che Beglei­tung und fach­lich ein­wand­freie Umsetzung.

Yves Grä­zer – Stand­ort­lei­ter Basel, Pro­jekt­lei­ter
Dipl. Techn. HF / BSc Wirtsch.-Ing. FH

 

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